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Anfang November fiel der erste Schnee
im Schwarzwald, ist es Zeit geworden den Verstärker zu vermessen
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Klirrfaktor
Messung an 1 kHz
von besonderem Interesse ist
natürlich der
Klirrfaktor der Endstufe. Verwendung findet ein
3580A Audio Spektrum Analyzer, der einen maximalem Dynamikumfang von
90 db darstellen kann, d.h. er kann einen harmonischen Klirrfaktor von
etwa 0,003% messen.
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Verstärker hatte beim
Einschalten eine Temperatur von 10 Grad Celsius. Ein Klirrfaktor bei 1,6 Volt peak peak
an 4 Ohm des rechten Kanals gemessen. Anscheinend hat sich der für
niedrigen Klirrfaktor notwendige Ruhestrom noch nicht eingeregelt.
Leistung 0,08 W rms.
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der linke
Kanal bei gleichen Bedingungen 1 kHz, 4 Ohm und 1,6 Volt Spitze
Spitze am Ausgang, bereits besser, hat auch ein paar
Minuten Erwärmung hinter sich. Horizontal Auflösung 1 kHz/DIV. Die
oberste Linie entsprechen 1,6 Vpp jede weitere 10 dB weniger.
Leistung 0,08 W rms.
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Messung
direkt am Ausgang der Endstufe, nahe dem
Regulierungspunkt auf den die Regelung arbeitet. Verwendet wurde dieser
Lastwiderstand. Spannungen mit hohen Pegeln mittels 10:1
Tastkopf, die kleineren direkt 1:1.
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Amplitude
Rechts erhöht auf 10 Volt pp, 4 Ohm, 1 kHz, Endstufe erwärmt sich
dabei auf 40°C (Raumtemperatur 15°C). Leistung 3,1 Watt rms, Stromamplitude 1,25 A
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Amplitude
Links erhöht auf 10 Volt pp, 4 Ohm, 1kHz, Endstufe ist mittlerweile
bei 36°C angelangt. Leistung 3,1 Watt rms, Stromamplitude 1,25 A
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messen läßt sich die Kühlkörpertemperatur mit einem
berührungslosen Thermometer. Es hat eine eingebaute rote Laserdiode
zum Zielen. An dunklen Oberflächen funktioniert es gut.
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Spektrum gemessen am rechten Pre Out Ausgang,
der 10 Vpp Messung. Der Klirrfaktor hat sich zeitlich immer noch
verändert. K3 ist hier bei -79 dBV, das sind etwa 0.011%
Verzerrungen für die dritte Harmonische.
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Spektrum direkt gemessen am linken Pre Out Ausgang der
Vorverstärkerstufe. Gehört zur 10 Vpp Messung. Der Vorverstärker
erzeugt hier keine Harmonische innerhalb des dynamischen Bereich des Analyzers von ca. 90 dB.
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Spektrum zeigt rechten Ausgang bei nur 1 Volt peak peak.
Harmonischer Klirrfaktor ist ca. 0,005%. Die zweite
Harmonische ist noch zu erkennen. Leistung 0,031 Watt rms, Stromamplitude 0,125 A
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Spektrum linker Kanal bei 1 Vpp,
außerhalb der Auflösung des Spektrumanalyzers. -36 kennzeichnet die
Position des Lautstärkereglers. Durch die geringe Verlustleistung
hat sich die Endstufe abgekühlt auf 23°C. Leistung 0,031 Watt rms, Stromamplitude 0,125 A
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Spektrum linker Kanal bei 100 mVpp. Die Harmonischen sind kein
Problem, bei der kleinen Spannung erscheinen zunehmend Einstreuungen
usw. unterhalb 1 kHz. Der lang andauernde Analyzer Sweep wurde
mittig abgebrochen. Leistung 0,00031 Watt rms, Stromamplitude 0,0125 A
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Spektrum rechter Kanal bei 100 mVpp. Keine Harmonischen mehr eindeutig
erkennbar, rechts und links von der Grundwelle ein paar Störungen
und Rauschen. Leistung 0,00031 Watt rms, Stromamplitude 0,0125 A
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eine
Klirrfaktor Messung erfordert eine saubere
Signalquelle. Das Bild zeigt das Spektrum der
Signalquelle
bei einem Pegel von 100 mVrms. Genau diese Quelle mit dem
eingestellten Pegel diente als Quelle für die bisherigen Messungen. Der
Vorverstärker Eingang AUX ist für einen Pegel von ca. 150 mVrms
ausgelegt, das Signal entspricht somit etwa einer 2/3 Aussteuerung
des Eingangsverstärkers. Zur Veringerung der Ausgangsspannung wurde der Lautstärkeregler
heruntergedreht, das entspricht dem Verhalten des Nutzers.
Man hätte theoretisch auch den Lautstärkeregler auf Vollausschlag
stellen können und die Ausgangsspannung über den Pegel der
angelegten Einggangsspannung reduzieren können, das Ergebnis wäre
sehr wahrscheinlich sogar noch besser geworden, die Vorgehensweise würde
aber nicht der Anwendung in der Realität entsprechen. Die
Signalquelle zeigt zwei
kleine Peaks, K2 und K3, die Harmonischen der Quelle knapp über 90
dB, also etwa 0,004% harmonischer Klirrfaktor. Zu sehen sind auch
ein paar Störungen verursacht durch die Netzfrequenz und deren
Harmonischen, sie liegen in der ersten linken Division.
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Klirrfaktor Messung an 10 kHz
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Spektrum
der 10 kHz Signalquelle zur Klirrfaktormessung
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Spektrum
des linken Kanal an 4 Ohm bei 1 Volt rms. Leistung 0,25 Watt
rms, Stromamplitude 0,35 A - 0,03% Harmonische K3
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Spektrum
bei 3.16 Volt rms. Leistung 2,5 Watt rms. Stromamplitude 1,11 A -
0,15% Harmonische K3
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Spektrum
bei 10 Volt rms. Leistung 25 Watt rms. Stromamplitude 3,53 A - 0,1%
Harmonische K3
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Spektrum
bei 60 Vpp = 21,2 Volt rms. Leistung 112 Watt rms. Stromamplitude
7,5 A - 0,05% Harmonische K3
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Bei der harten Anforderung
der Frequenz von 10 kHz
wird der Klirrfaktor sichtbarer als bei 1 kHz. Ein
Tribut an die kleiner werdende Open Loop Verstärkung. Ab
einem bestimmten Leistungslevel verschlechtern sich die harmonischen
Anteile nicht mehr, es kann viel Leistung gezogen
werden. Die harmonischen Verzerrungen erreichen hier bei 2,5 Watt rms
nicht die besseren Ergebnisse wie bei 112 Watt rms, wer hätte das
gedacht.
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Übersprechen und
Netzfrequenzstörungen
Die Stör- und
Rauschpegel im Spektrum besonders bei niedrigen Ausgangsspannungen sind
auch
Auswirkungen der Einstreuung des Netzteils, Rauschen und Mischprodukte. Ist nicht
verwunderlich, um dies zu verbessern wären enorme Anstrengungen an der Abschirmung und Gleichspannungssiebung
notwendig.
Der Aufwand dazu ist bekanntermaßen ein einiges mehr an zusätzlicher
Mechanik und Elektronik. Ein zusätzlicher Aufwand
den Kunden aus der großen Masse nur leider nur selten zu bezahlen bereit
sind.
Ein einfacher Versuch demonstriert
die bereits erreichte Kanaltrennung:
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z.B. rechte Lautsprecherbox im
ausgeschalteten Zustand abklemmen
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Lautstärkeregler auf sehr leise
stellen
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Verstärker einschalten
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Musiksignal anmachen, Tuner oder
Aux
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linkes Signalkabel abziehen
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Lautstärkeregler langsam voll
hochdrehen
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im linken Kanal wird nun ein
sehr leises Übersprechen des rechten Kanals hörbar sein
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Lautstärke reduzieren,
ausschalten, Lautsprecher wieder anschließen
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anderen Kanal umgekehrt testen
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Phonoeingänge testen
Bei einem idealen Verstärker würde
man bei diesem Test nichts von dem anderen Kanal hören. Ich habe dieses
auch getestet, das Ganze klingt so: wie eine sehr leise Box, bei der der Bassregler voll
zurück und der Höhenregler voll aufgedreht ist. Warum? diese
Koppelmechanismen arbeiten mit zunehmder Frequenz immer effektiver, da
parasitäre Koppelkapazitäten mit steigender Frequenz in ihrer Impedanz
abnehmen und dadurch an Leitfähigkeit gewinnen, sprich das Überkoppeln
geschieht mit höherer Wirkung. Auch bei vorhandener galvanischer
Verkopplung durch Leitungsinduktivitäten steigt die Wirkung der
Verkopplung bei höheren Frequenzen an. Durch die Grundlagen der komplexen
Wechselstromtechnik, Wellentheorie und dem Verhalten von parasitärer
Kapazität und Induktivität sind diese Effekte erklärbar. Vollständige
Abhilfe schafft hier nur eine Reduzierung der Koppelmechanismen, was mit
hohem Aufwand verbunden wäre. Ich habe bei diesem Test sicher auch
deswegen viel Überkoppeln vernommen, da ein sehr wirkungsgradstarker
Hornlautsprecher zum Testen benutzt wurde und das in Verbindung mit diesem
leistungsstarken Verstärker mit ganz aufgedrehter Lautstärke ergibt
das ein hörbares übergekoppeltes Signal. Trotz all der Worte über
Einkopplung und Störungen, ein Rauschen ist kaum wahrnehmbar selbst bei
voll aufgedrehter Volume.
Anstiegszeit
und Slew Rate an 4 Ohm
Die
Anstiegszeit und die Slew Rate sind eine einfache Methode zur
Beurteilung der "elektrischen Geschwindigkeit" eines Verstärkers, wenn man
das so allgemeinverständlich definieren darf, die Fähigkeit wie schnell er
seine Spannung am Ausgang ändern kann. Zur Messung genügt ein schneller
Rechteckgenerator oder Pulsgenerator und ein Oszilloskop mit ausreichender
Bandbreite.
Verwendet wurden:
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3325A mit einer Rechteck Anstiegszeit von ca. 20 ns
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7904 Tektronix 500 MHz Oszilloskop
-
7A19 Vertikal Verstärker 500 MHz 50 ohm input
-
7A26 Vertikal Verstärker 200 MHz 1 Mohm input
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7B92A Dual Time Base
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kompensierter 10:1 Tastkopf mit 350 MHz Bandbreite
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getestet
wurde mit einem 100 mV 1 kHz Rechtecksignal, der untere Strahl ist
in der steigenden Flanke gedehnt auf 500 ns/DIV.
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zeigt ein
Rechtsignal von etwa 10 MHz, die Anstiegsgeschwindigkeit des
Generators ist kleiner 20 Nanosekunden, das sollte als Quelle
schnell genug sein. Gemessen mit dem 7A19.
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Rechteck Antwort des Verstärkers auf ein 1 kHz Signal. Amplitude 15
Volt an 4 Ohm. So gut wie kein Überschwingen. Messung mit 7A26.
Leistung 56,2 Watt Stromamplitude 3,75 A.
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steigende
Flanke der 1 kHz Rechteck Antwort gedehnt. Vorhandenes
Überschwingen, hier versucht der Verstärker dem Eingangssignal zu
folgen, dazu benötigt er eine endliche Zeit, um dem Orginalsignal
wieder mit hoher Genauigkeit folgen zu können.
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die steigende 1 kHz Rechteckflanke stark gedehnt bis auf
200ns/Teilstrich. Der Strahl ist durch das Oszilloskop bereits um
den Faktor 250 zeitlich gedehnt.
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die Rechteckfrequenz erhöht auf
10 kHz. Gut sichtbar, die Flanken runden sich, daraus ableitbar die
Bandbreite des Verstärkers ist hoch aber endlich. Ein gleichmäßiges
Einschwingverhalten an der positiven und der negativen Flanke.
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Aus den
Bildern ergibt sich eine Anstiegszeit 10% auf 90% in der
Größenordnung 1µs an 4 Ohm. Nimmt man den Bereich des Nulldurchgangs
als Basis für die maximale Slew Rate, so ergeben sich im gedehnten
Bild etwa 10 Volt/300ns. Normiert auf eine Mikrosekunde sind das 34
Volt/µs an 4 Ohm. Man darf allerdings davon
ausgehen, daß der Verstärker an 8 Ohm und bei voller Amplitude schnellere Werte zeigen
würde.
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Anstiegszeit
und Slew Rate ohne Last
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ansteigende Flanke eines 80Vpp 10 kHz Rechtecksignal ohne Last am
linken Kanal. Im steilsten Stück der Flanke sind es abgelesen etwa
130 Volt/µs.
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fallende
Flanke des 10 kHz Rechtecks ohne angeschlossenen Lastwiderstand am
linken Kanal. Im steilsten Stück beträgt die errechnete Steilheit
ca. minus 120 Volt/µs.
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positive
Flanke des 80Vpp 10 kHz Rechtecksignal ohne Last am rechten Kanal.
Im steilsten Stück der ansteigenden Flanke ca. 125 Volt/µs.
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fallende
Flanke des 10 kHz Rechtecks ohne angeschlossenen Lastwiderstand am
rechten Kanal. Im steilsten Stück der fallenden Flanke ca. minus 115
Volt/µs.
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Im Leerlauf verglichen zum 4
Ohm Betrieb ist die Slew Rate größer. Die positive Slew
Rate ist in beiden Kanälen minimal größer als die negative. Die
beiden Kanäle im Vergleich zueinander sind gleich schnell. Die verfälschende Verzögerung der
Anstiegsgeschwindigkeit durch das Messquipment ist bei diesen
Größenordnung der Slewrate noch als gering anzusehen. Der 200 MHz
Vertikalverstärker in Verbindung mit dem Tastkopf hat etwa eine
Anstiegszeit von ca. 5 ns für diesen betrachteten
steilenTeilabschnitt in dem die Slew Rate berechnet wurde. Dazu
kommen noch ca. 10 ns für den Generator in diesem Bereich, in Summe
allerhöchstens 15 ns. So läßt sich z.B. die gemessenen 130 Volt/µs
betrachtet vielleicht zu 140 Volt/µs aufrunden. Selbst das
ist noch nicht ganz korrekt gerechnet, die Rechnung verläuft nicht additiv,
sondern ich erinnere mich an eine Gleichung
dem geometrischen Mittel folgendend - ist aber in diesem Fall
Haarspalterei, das Meßequipment ist bei diesen abgelenkten Zeiten
um Größenordnungen schneller als der Prüfling.
Die steigende als auch die fallende Flanke ist fast identisch.
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Amplitudengang und Dämpfungsfaktor im Audio Frequenzbereich
Der Amplitudengang kann mit
eingeschränkter Genauigkeit vor allem über weite Frequenzbereich sehr leicht mit einem Oszilloskop und einem
Sinusgenerator bestimmt werden. Für genauere Messungen im Audio
Frequenzbereich ist die Messung schwieriger, möglich beispielsweise mit
einem Precision AC Multimeter
und einem
Generator mit konstanter Ausgangsspannung, damit läßt sich ein
Dämpfungsfaktor bestimmen.
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die vom DMM abgelesenen Messwerte, untereinander zusammengesetzt
damit die Tabelle nicht zu lang wird. Messwerte für Frequenzen von
20 Hz bis 50 kHz. Aufgezeichnet die Eingangsspannung am AUX Input
rechter Kanal, Ausgangsspannung ohne Last und die Ausgangsspannung
an einer
4 Ohm Last. Die Ausgangslast bewirkt einen veränderten Stromfluß
in den Transistoren, dadurch ändern sich dynamisch die Open Loop und
der Frequenzgang des Verstärkers, diese Änderung hat eine veränderte
Ausgangsspannung zur Folge. Die Eingangsspannung wurde konstant
gestellt, und stetig mitaufgezeichnet, da der Generator nicht über
alle Frequenzen die Amplitude 100% konstant halten kann wie es
theoretisch für diese Messung notwendig wäre.
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zeigt die Linearität des
eingestellten Verstärkungsfaktors. Es wurde durch die Position des
Lautstärke Reglers beliebig auf etwa einen Verstärkungsfaktor von
100 eingestellt. Die blaue Kurve zeigt den Leerlauf, rot unter
Belastung, bei der sich die Ausgangsspannung verringert. Der
Spannungsverlust läßt sich mit einem dynamischen Innenwiderstand
begründen oder auch Ausgangswiderstand genannt. Durch Normierung auf
den angeschlossene Lastwiderstand erhält man den Dämpfungsfaktor.
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der
Verstärkungsfaktor wurde umgerechnet in Dezibel. Eine Verstärkung
von 40 dB entspricht einer 100fachen Verstärkung. Sichtbar wie bei
steigender Belastung die Ausgangsspannung sinkt, bei einem idealen
Verstärker würde sich die Ausgangsspannung nicht ändern, bei
geänderter Lastimpedanz. Als Maßstab kann der Amplitudengang z.B.
bei einer Nennlast von 8 Ohm oder Leerlauf definiert werden, jede
Änderung innerhalb des erlaubten Lastwiderstandbereichs auf z.B. 6
oder 4 Ohm sollte keine Auswirkung auf die Ausgangsspannung haben,
alles andere davon ist eine Abweichung von Ideal.
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zur verbesserten
Darstellung der Linearität des Amplitudengangs wurde er normiert.
Dabei wurden willkürlich die Messwerte bei 1 kHz als Referenz
genommen. Die Messwerte bei 1 kHz wurden zu 0 dB gesetzt, bei allen
anderen Frequenzen ist so die Abweichung auf den 1 kHz Messwert
bezogen. Im Leerlauf ist die Linearität ausgezeichnet und kaum zu
verbessern. Bei 4 Ohm sind minimale Abweichungen feststellbar, 8 Ohm
würde irgendwo dazwischen liegen. In Bezug auf die Linearität ist
der Amplitudengang linear bis ca. 7 kHz, und ausreichend linear bis
zum Ende des hörbaren Audiobereichs. Hohe Linearität.
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aus den Messwerten läßt
sich ein dynamischer Innenwiderstand errechnen. Er steigt an mit
steigender Frequenz, maßgeblich weil die Open Loop Verstärkung mit
der Frequenz und Belastung fällt.
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aus dem dynamischen
Innenwiderstand läßt sich der Dämpfungsfaktor berechnen, das ist die
Normierung auf die angeschlossene Lastimpedanz.
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Quelltext zur Erstellung der
Graphen, bereits mit der LabView Demoversion geht das einfach und
sehr schnell.
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Amplitudengang und Bandbreite
Bei dieser Messung soll die Bandbreite des Verstärkers gemessen werden.
Sie wird gemessen bei unterschiedlichen Ausgangsamplituden von 30 mV rms
bis zu 15 Volt rms. Messung einmal ohne Last und an 4 Ohm. Für alle
Messungen wurde eine konstante Eingangsspannung von 100 mVrms an den Tuner
Eingang angelegt, die erste Verstärkerstufe ist somit auf Größenordnung
2/3 ausgesteuert. Mit dem Lautstärker Regler wurde die Ausgangsspannung
eingestellt. Die Einstellung der Ausgangsspannung geschah jeweils bei 1
kHz, danach wurde am
Generator die Frequenz bei konstanter Amplitude solange erhöht, bis
das AC
Multimeter am Ausgang eine um 3 dB geringe Ausgangsspannung angezeigt
hat. Die 4 Ohm Messung betrachtet einen Leistungsbereich bis zu knapp 60
Watt rms. Mit höherer Leistung wollte ich den Verstärker bei diesen hohen
Frequenzen nicht belasten, obwohl es keine Defekte
dadurch gegeben hätte ihn auch bei hohen Frequenzen bis an die
Leistungsgrenzen zu treiben. Auch habe ich keine höhere Frequenzen
angelegt als die Bandbreite selbst.
Allerdings habe ich beim Testen der Bandreite mit diesem Verstärkertypen
bereits einmal schlechte Erfarhrungen gemacht. Ein anderes Exemplar
ausgestattet mit nicht orginalen Endstufentransistoren sollte auf
die Bandbreite untersucht werden. Bei etwa 450 kHz (schon jenseits der
Bandbreite) und hoher Leistung sind die nicht orginalen
Transistoren der Endstufe kaputt gegangen, die Ersatztypen Transistoren
können bei den hohen Arbeitsfrequenzen nicht schnell genug
ausgeschaltet werden, als Folge davon fließt ein immer
größerer Querstrom von der positiven Versorgung direkt in
die negative Versorgung hinein durch die stetig niederohmiger werdenden
NPN und PNP. Dieser Effekt schaukelt sich ab einer bestimmten Frequenz
und Last von alleine rasend schnell auf und zerstört die
Transistoren. Die im Gerät eingebauten Schmelzsicherungen
können dagegen nicht schützen, die Transistoren gehen
schneller kaputt als die Sicherung auslösen kann. Es ist auch
nicht die Aufgbabe der Sicherung gegen solche Fehler zu schützen,
sie hat Schutzfunktionen wie permanente Überlast oder
Brandschutzfunktion. Mit den orginalen Transistoren "kann - sollte -
oder - wird" so etwas nicht passieren, der Verstärker wurde auf
die orginalen Transistoren abgestimmt und kompensiert, der Einbau
anderer Exemplare, die stark von den Spezifikationen der Originale
abweichen gefährdet den Verstärker, außerdem leidet die
Performance darunter. Besonders bei Reparaturen werden diese wichtigen
Punkte von manchen Instandsetzern außer acht gelassen, da sie zum
Zeitpunkt der Reparatur oft die Originale nicht verfügbar haben
und aus Unwissenheit hier einen Fehler begehen. Auch wenn der
Verstärker mit den ungeeigneten Exemplaren läuft, die
Performance ist schlechter und in extremen Situationen (z.B.
Bandbreitentest) kann Gefahr bestehen. Besitzer von Geräten mit
unbekannter Vorgeschichte sollten sich daher um die richtigen Typen
bemühen. Bei einer Reparatur ist darauf zu achten die Originale zu
verwenden.
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Bandbreite beider Kanäle ohne Last und an 4 Ohm. Bei sehr niedrigen
Ausgangsspannungen ist die Bandbreite sehr hoch und fällt auf ein
Minimum von 160 kHz bei etwa 2 Volt. Gemessen wurde bei 30, 100,
500mV, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 und 15 Vrms.
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das
gleiche Diagramm in linearer Darstellung um die Messwerte bei hohen
Ausgangsspannungen besser darzustellen. Die Bandbreite ist in
Bereichen mittlerer und hoher Ausgangsleistung auf konstant hohem
Level, auch ein Erhöhen der Ausgangsleistung reduzierte die
Bandbreite nicht. Im Leerlauf ist die Bandbreite höher als unter Belastung.
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die
X-Achse wurde in eine Ausgangsleistung umgerechnet. Der gemessene
Bereich umfasst den Bereich von ca. 1 Milliwatt bis zu ca. 60 Watt.
Störend ist das Minimum im Bereich um 1 Watt, ein oft genutzter
Bereich - aber selbst "nur" 160 MHz Bandbreite sind für einen Hifi
Verstärker schnelle Meßwerte.
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Das Interessante an dieser Messung, sie zeigt einmal mehr ein Verstärker
ist kein konstantes Gebilde. Spezifizierte Größen als einzelne Zahlen
anzugeben macht einen Sinn unter Angabe der Randbedingungen und
Einstellungen der Messung.
Phasengang
kann leider nicht ohne Aufwand gemessen werden. Der Verstärker hat verschiedene
Spannungsversorgungen für Vorstufen und Endstufen, die Masse der Endstufe
und Vorstufe liegt mit einem Durchgangsprüfer getestet zwar auf gleichem
Potential, beim Anschluß des Single Ground
Phasenmesser werden
diese beiden Massen über diesen zweiten Pfad jedoch zusammengeschaltet,
das Ergebnis waren Änderungen in der Amplitude und teils Oszillation -
daraufhin auf diese Messung verzichtet. Die Entwickler haben sich bei
ihrem Versorgungs- und Massekonzept etwas gedacht, der zweite Massepfad
stört. Aus der hohen Bandbreite und dem qualitativen Verlauf des
Amplitudengangs läßt sich schließen, der Phasengang dürfte kein Problem
darstellen, im Audiobereich wird kaum eine Phasenverschiebung vorhanden
sein, und mit höheren Frequenzen zunehmend nacheilend.
Frequenzgang Phono Entzerrer am Preamp Output
Messung erfolgt mit einem konstant Amplitude Signalgenerator
3336B , den Einstellungen 1 kHz, MMinput -53.5 dBVrms (0 dBVrms = 1
Vrms), Volumeregler 95%, am Preout gemessen -2,4 dBVrms (ca. 1.1 Vpeak).
Die Messung zeigt den linken Entzerrer Frequenzgang der RIAA Standard
Kennlinie zusammen mit der ersten Verstärkerstufe (ca. 20dB fix), durch
die alle Signale (Phono auch AUX und Tuner) durchlaufen. Da auch der
Phasengang gemessen wurde, fand ein
3575A Gain Phase Analyzer Verwendung, bei der alleinigen Messung bis
zum Preout ist die Phase MEssung möglich, da GND MM-IN und GND Preout sich
auf der gleichen Spannungsversorgung abstützen.
Die RIAA Standard Kennlinie ist in diesem Link etwas näher beschrieben:
http://www.national.com/an/AN/AN-346.pdf
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Amplitudengang am linken Preout. Moving Magnet 47 kohm.
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Phasengang am linken Preout. Moving Magnet 47 kohm
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der
Preout Amplitudengang wurde auf die Frequenz 1 kHz normiert, die
Verstärkung bei dieser Frequenz wird somit zu 0 dB. Rot ist die
gemessene Kennlinie, blau die theoretische Idealkennlinie. Die
Abweichung ist minimal.
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die
Punkte zeigen die Differenz der Messung vom Ideal, eine nur
unwesentliche Abweichung. Zusätzlich wurde eine Regressionsgerade
durch die Abweichung gelegt, was mehr den realen Werten entspricht.
Die Abweichung ist in weiten Frequenzbereichen unterhalb 0,1 dB.
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Man beachte bei dieser Messung etwas sehr
wichtiges: als Meßgerät wurde ein Gain Phase Analyzer verwendet, der
eine Auflösung von 0,1 dB hat - alleine schon die Abweichung liegt
im Auflösungsbereich des Meßinstruments. Die Verwendung der Precison
AC DMM wäre für den Amplitudengang bedeutend sinnvoller und genauer
gewesen, die Messung des Phasengang wäre damit aber nicht möglich.
Zusätzlich zur eigentlich interessierenden
Phono Entzerrer Kennline liegt in Serie die erste ca. 20 dB
Verstärkerstufe für alle Signale. Das Ergebnis zeigt daher die Summe
der Fehler aus: Phono Entzerrer Kennlinie +
1. Verstärkerstufe + Frequenzgangfehler Meßgerät.
In Summe eine lange Kette und trotzdem ein schönes Ergebnis. Es
deutet nicht nur auf die hohe Genauigkeit des Meßinstruments hin,
die Messung zeigt auch, daß der Frequenzgang des Phono Entzerrer
getreu den Sollwerten entspricht. Ein wunschgerechter Phono Entzerrer
Frequenzgang. Eine darauf folgende kurze Vergleichsmessung des rechten
Kanals mit den linken Kanal zeigte die Abweichung betrug max. 0,2
dB von Channel R Preout zu Channel L am Preout. Beide MM Kanäle
bis zum Preout gemessen sind damit als "gleich laut" zu bezeichnen bei
allen Audiofrequenzen.
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Thermische Belastung
für Normal oder Klassik Hörer unbedenklich, der Verstärker wird
gut handwarm. Im ständigem Diskotheken Einsatz oder ähnlichem, sollte er
durch ausreichend große Lüfter zusätzlich gekühlt werden, um die
Lebensdauer zu erhöhen.
Ausblick
Sehr interessant für den Frequenzgang und Klirrfaktor wären Messungen an
HF tauglicher kapazitiver Last parallel zum 4 Ohm Lastwiderstand.
Kapzitive Impedanzen bei höheren Signalfrequenzen stellen eine
Herausforderung dar für jeden Verstärker, sei es ein Operationsverstärker
oder ein Leistungsverstärker, da eine kapazitive Impedanz in Verbindung
mit dem dynamischen Innenwiderstand die Phasenreserve des Regelkreis
verringert, als Folge davon ist es möglich, daß ein Verstärker anfängt zu
oszillieren. Das können kleine dem Signalsinus überlagerte kaum sichtbare
Oszillationen sein, die sich aufschwingen können oder auch schlagartig als
Großsignal auftreten. Je nach Schutzkonzept des Verstärkers, kann dies das
Ende der Endstufe bedeuten, auch wenn dieser Verstärker schützende
Induktivitäten an geeigneter Stelle hat, werde ich auf diese Versuche
verzichten. In der Praxis sind Lautsprecher keine Lasten, die ausgeprägt
kapazitiv sind, daher sind diese Tests mehr von messtechnischer als von
praktischer Bedeutung, es lassen sich jedoch Rückschlüsse aus den
Ergebnissen ziehen.
Fazit
sehr
gute Messergebnisse, die sich sehen lassen können, sehr schöner Verstärker.
Es kann sein, daß diese Messungen
fehlerbehaftet oder falsch sind. Die Darstellungen haben keinerlei Anspruch auf Richtigkeit.
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