Kalkarmes Leitungswasser ist ein sehr einfacher billiger und guter Reiniger, der eigentlich nichts kaputt macht. Das Problem ist nur wie Du ihn wieder aus dem Gerät und manchen Bauteilen rausbekommst, das und nur das ist das eigentliche Problem.
Daher nirgends drauf wo nur er nur rein und ewig nicht mehr rausläuft oder lange zum Verdunsten braucht. Wasser bewirkt da schlechtes wo es lange stehen bleibt und Veränderungen an den Oberflächen verursacht.
Mit Druckluft ausblasen, Geräte und Leiterplatten in Sonne stellen oder an die Heizung und mindestens mehrere Tage trocknen lassen, je nach Komplexität mehr oder weniger lang. Trocken im Backofen bei ca. 60°C ist auch eine Beschleunigung. Idealfall wäre eine Stunde in eine Vakuumkammer, aber das haben nur die wenigsten.
Alkohol ist für Oberflächen und Materialien viel brutaler als Wasser, diesen Umstand übersehen viele in ihrer Angst vor Wasser, aber er reinigt besser und verdunstet natürlich deutlich schneller.
Als einfache Reinigungschemie mit Wasser: Orangenschalenreiniger, Zitronensäure haltiger Reiniger, Haushaltsreiniger - aber nur so scharf und konzentriert als nötig.
Wasser mit Industriereiniger zieht auch gut den Dreck runter, oder natürlich manche Leiterplattenreiniger, allerdings schwer erhältlich und es sind auch keine Allheilmittel, die sind mehr ausgelegt gegen Lötrückstände, denn welche Industrie beschäftigt sich schon mit der Reinigung von alten dreckigen Leiterplatten und entwickelt Spezialreiniger hierfür?, zudem gibt es keinen Normdreck.
Ultraschallbäder reinigen wunderbar, können aber bei manchen Bauteilen Schäden verursachen, da muss man genau wissen was man tut, ich kenne mich mit Ultraschallreinigung nicht aus.
Wenn es mehr als sauber werden soll, dann Aceton, allerdings gehen dann viele Farben mit runter, manche Kunststoffoberflächen werden zerstört und schädlich für die Haut ist es auch, nur lokale Anwendung und in Ausnahmefällen, Sicherheitsdatenblatt beachten.
Bei saugfähigen Materialen wie z.B. Pertinax muss man auch aufpassen, besonders an den Schnittkanten zieht es die Reinigungsflüssigkeiten mit rein durch die kapillare Wirkung, wenn das Reinigungsmittel nun verdreckt ist, dann ist der Dreck nun im Pertinax drinnen, je nach Konstruktion kann das an manchen Stellen durch das EInzugsmaterial gering leitfähig werden.
Reinigungsflüssigkeiten im Trafo sind auch nicht toll, je höher die Spannung desto übler das Problem. Aus Trafos geht es sehr lange nicht mehr raus, besonders Wasser, da ist Alkohol besser, am besten von Hand putzen an diesen Stellen oder vorher ausbauen.
In Relais, Potentimetern und geschlossenen Schaltern hat die Reinigungsflüssigkeit auch nichts verloren.
Dampfstrahler nur in Ausnahefällen und nicht mit brutalem Druck, die drücken das Wasser mit Druck in feinste Öffnungen rein wo es sehr lange zum Verdunsten brauchen kann.
Dampfreiniger haber ich noch nie probiert für sowas.
Die schönste Lösung wäre, bessere Pflege der Besitzer:
- mal etwas Abdecken vor dem Lagern
Luftfilter immer reinigen
Oberflächen ab und zu reinigen und gegen Oxidation schützen (Pflegeöle usw.)
Gelegentlich mal im Innern mit Druckluft ausblasen
das wäre schon die halbe Miete, aber dazu ist die Menschheit meist zu faul und nachlässig.